DK Logo DK WEBDESIGN

Netto Brutto
Rechner 2026

Berechnen Sie kostenlos Ihr Nettogehalt — schnell, aktuell und präzise.

Ihr Gehalt berechnen
🧑Klasse ILedig
👨‍👦Klasse IIAlleinerziehend
💑Klasse IIIVerheiratet (höher)
👫Klasse IVVerheiratet (gleich)
👫Klasse VVerheiratet (niedriger)
💼Klasse VIZweitjob
Netto / Monat
Relevant für Pflegeversicherung (ab 23 Jahre)
Reduziert Pflegeversicherungsbeitrag
Häufige Fragen

Wie viel Netto bleibt von 3.000 € Brutto?

Bei Steuerklasse I bleiben ca. 1.980–2.050 € Netto nach allen Abzügen übrig.

Welche Sozialabgaben werden abgezogen?

Rentenversicherung (9,3%), Krankenversicherung (ca. 8,2%), Pflegeversicherung (1,7–2,0%), Arbeitslosenversicherung (1,3%) sowie Lohnsteuer.

Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto?

Brutto ist das vereinbarte Gehalt vor Abzügen. Netto ist der Betrag der tatsächlich auf Ihr Konto überwiesen wird.

Wie berechne ich Netto aus Brutto?

Brutto minus Lohnsteuer, Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung ergibt das Netto.

Brutto und Netto – Was bedeutet das?

Als Bruttogehalt bezeichnet man das Gehalt vor allen Abzügen – also den im Arbeitsvertrag vereinbarten Betrag. Das Nettogehalt ist der Betrag, der nach Abzug von Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und den Sozialversicherungsbeiträgen tatsächlich auf Ihrem Konto ankommt.

Die Differenz zwischen Brutto und Netto beträgt je nach Steuerklasse und Einkommen 30 bis 45 Prozent des Bruttogehalts.

Sozialabgaben 2026 im Überblick
Arbeitnehmeranteil 2026
Rentenversicherung9,3%
Krankenversicherung (GKV, Durchschnitt)ca. 8,2%
Pflegeversicherung (ohne Kinder, ab 23)2,0%
Pflegeversicherung (mit Kindern)1,7%
Arbeitslosenversicherung1,3%

Zusätzlich zu den Sozialabgaben fällt je nach Steuerklasse und Einkommen Lohnsteuer an. Der Solidaritätszuschlag wird seit 2021 für die meisten Arbeitnehmer nicht mehr erhoben.

Nettogehalt nach Steuerklasse – Beispiele 2026
BruttoKl. IKl. IIIKl. IV
2.000 €~1.450 €~1.600 €~1.450 €
2.500 €~1.740 €~1.960 €~1.740 €
3.000 €~2.020 €~2.300 €~2.020 €
3.500 €~2.310 €~2.640 €~2.310 €
4.000 €~2.590 €~2.970 €~2.590 €
5.000 €~3.130 €~3.620 €~3.130 €

* Alle Angaben ohne Kirchensteuer, Basis: GKV, keine Kinder, Durchschnittswerte 2026

Die 6 Steuerklassen erklärt
Klasse I: Ledig, geschieden, verwitwet oder dauerhaft getrennt lebend.
Klasse II: Alleinerziehende mit mindestens einem Kind im Haushalt. Entlastungsbetrag wird berücksichtigt.
Klasse III: Verheiratete mit deutlich höherem Einkommen als der Partner (Partner in Klasse V). Niedrigste Lohnsteuer.
Klasse IV: Verheiratete mit ähnlichem Einkommen wie der Partner. Beide Partner in Klasse IV.
Klasse V: Partner mit geringerem Einkommen bei Kombination III/V. Höchste Lohnsteuer.
Klasse VI: Für Zweit- und Nebenjobs. Höchste Steuerbelastung ohne Grundfreibetrag.

Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto?

Das Bruttogehalt ist das Gehalt, das in Ihrem Arbeitsvertrag steht – also der vereinbarte Lohn vor allen Abzügen. Das Nettogehalt ist der Betrag, der tatsächlich auf Ihrem Konto landet, nachdem Steuern und Sozialabgaben abgezogen wurden. Die Differenz zwischen Brutto und Netto beträgt in Deutschland je nach Steuerklasse und Gehaltshöhe oft 35–45 %.

Ein Beispiel: Bei einem Bruttogehalt von 3.000 € im Monat landen je nach Steuerklasse zwischen 1.900 € und 2.200 € netto auf dem Konto. Unser kostenloser Netto Brutto Rechner berechnet diesen Betrag sekundenschnell und berücksichtigt dabei alle aktuellen Abgaben für 2026.

Welche Abzüge fallen beim Nettogehalt an?

Vom Bruttogehalt werden zwei Arten von Abzügen vorgenommen: Lohnsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) sowie Sozialversicherungsbeiträge.

Abgabe Arbeitnehmer-Anteil 2026 Arbeitgeber-Anteil
Krankenversicherung (GKV)8,20 %8,20 %
Rentenversicherung9,30 %9,30 %
Arbeitslosenversicherung1,30 %1,30 %
Pflegeversicherung (ohne Kinder)2,00 %1,70 %
Lohnsteuerje nach Steuerklasse

Netto Gehalt nach Steuerklasse – Beispiele 2026

Die Steuerklasse hat einen erheblichen Einfluss auf das monatliche Nettogehalt. Hier sind Richtwerte für verschiedene Bruttogehälter:

Bruttogehalt Klasse I Klasse III Klasse IV
2.000 €ca. 1.390 €ca. 1.590 €ca. 1.390 €
3.000 €ca. 1.960 €ca. 2.200 €ca. 1.960 €
4.000 €ca. 2.510 €ca. 2.850 €ca. 2.510 €
5.000 €ca. 3.010 €ca. 3.470 €ca. 3.010 €
6.000 €ca. 3.490 €ca. 4.080 €ca. 3.490 €

Tipps zur Gehaltsoptimierung

Es gibt legale Wege, das Nettogehalt zu erhöhen, ohne dass das Bruttogehalt steigt:

Häufige Fragen zum Netto Brutto Rechner

Wie genau ist der Rechner?

Unser Netto Brutto Rechner 2026 liefert sehr genaue Näherungswerte. Das exakte Nettogehalt kann leicht abweichen, je nach individuellem Zusatzbeitrag der Krankenkasse, genauen Kirchensteuersätzen und sonstigen Freibeträgen.

Gilt der Rechner auch für Teilzeit?

Ja. Geben Sie einfach Ihr tatsächliches monatliches Bruttogehalt ein, egal ob Vollzeit oder Teilzeit. Der Rechner rechnet mit dem angegebenen Wert.

Was ist der Mindestlohn 2026?

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt seit Januar 2025 12,82 € brutto pro Stunde. Bei 40 Stunden pro Woche entspricht das ca. 2.222 € brutto im Monat bzw. ca. 1.520 € netto (Steuerklasse I).

Die 6 Steuerklassen in Deutschland erklärt

Die Steuerklasse bestimmt maßgeblich, wie viel Lohnsteuer monatlich einbehalten wird. Sie hat keinen Einfluss auf die endgültige Jahressteuer — wohl aber auf das monatliche Netto:

Steuerklasse I — Ledig, geschieden, verwitwet
Für alle unverheirateten Arbeitnehmer ohne Kinder. Grundfreibetrag 12.096 € (2026). Mittlere Steuerbelastung.
Steuerklasse II — Alleinerziehende
Wie Klasse I, jedoch mit zusätzlichem Entlastungsbetrag von 4.260 € für Alleinerziehende. Führt zu spürbar mehr Netto.
Steuerklasse III — Verheiratet, höheres Einkommen
Doppelter Grundfreibetrag (24.192 €). Sehr geringer Lohnsteuerabzug — ideal wenn der Partner Klasse V hat. Günstigste Steuerklasse beim Nettovergleich.
Steuerklasse IV — Verheiratet, ähnliches Einkommen
Wie Klasse I, aber für Verheiratete. Sinnvoll wenn beide Partner ähnlich viel verdienen. Standard bei der Heirat.
Steuerklasse V — Verheiratet, niedrigeres Einkommen
Kein Grundfreibetrag. Höchste Steuerbelastung aller Klassen. Nur sinnvoll in Kombination mit Klasse III beim Partner.
Steuerklasse VI — Zweites Arbeitsverhältnis
Gilt für jeden zweiten oder weiteren Job. Kein Grundfreibetrag, keine Vergünstigungen. Sehr hohe Abzüge — daher lohnt sich ein Minijob als zweite Stelle oft mehr.

Steuerklasse wechseln: So geht es

Verheiratete können die Steuerklassenkombination jährlich wechseln. Ein Wechsel ist seit 2020 mehrfach pro Jahr möglich und wirkt sich ab dem Folgemonat auf die Lohnabrechnung aus.

So funktioniert es: Antrag beim Wohnsitzfinanzamt stellen (Formular „Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten"). Seit 2020 auch digital über Elster möglich. Der Arbeitgeber wird automatisch informiert.

Kombination Empfohlen wenn Netto-Vorteil
III / VEinkommensunterschied > 40 %Hoch
IV / IVÄhnliches EinkommenAusgewogen
IV+Faktor / IV+FaktorGenaue Besteuerung gewünschtKeine Nachzahlung

Gehaltsgespräch vorbereiten: So verhandeln Sie erfolgreich

Wer das eigene Bruttogehalt erhöht, profitiert dauerhaft — denn höheres Brutto bedeutet nicht nur mehr Netto, sondern auch höhere Rentenansprüche und bessere Konditionen bei der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Den richtigen Zeitpunkt wählen
Bestes Timing: Nach einem erfolgreichen Projekt, nach der Probezeit, oder beim Jahresgespräch. Nicht mitten in einer Krise oder kurz vor dem Jahresabschluss.
Marktwert kennen
Recherchieren Sie Gehaltsdaten auf Kununu, Glassdoor, Stepstone oder LinkedIn Salary. Nennen Sie einen konkreten Wunschbetrag — nie eine Spanne, denn der Arbeitgeber wählt immer das Untere.
Mit Fakten argumentieren
Bereiten Sie konkrete Beispiele Ihrer Leistungen vor: Umsatz gesteigert, Prozess optimiert, Kosten gespart. Zahlen überzeugen mehr als allgemeine Aussagen.
Alternativen kennen
Falls kein höheres Brutto möglich ist: Verhandeln Sie steuerfreie Zusatzleistungen — Homeoffice-Ausstattung, Weiterbildungsbudget, Jobticket, Sachbezugskarte (bis 50 € / Monat steuerfrei).

Nettolohn erhöhen ohne Gehaltserhöhung: Steuerfreie Extras

Leistung Steuerfreier Betrag SV-pflichtig
Sachbezug (z.B. Gutschein)50 € / MonatNein
Homeoffice-Pauschale6 € / Tag, max. 1.260 € / JahrNein
Jobticket / DeutschlandticketUnbegrenzt (wenn zusätzlich)Nein
Betriebliche Altersvorsorge4 % BBG = 3.624 € / JahrNein
KindergartenzuschussUnbegrenzt (wenn zusätzlich)Nein
Fahrtkostenzuschuss0,30 € / km (Entfernung)Pauschal

Durchschnittslohn in Deutschland 2026

Das durchschnittliche Bruttogehalt in Deutschland beträgt laut Statistischem Bundesamt ca. 4.323 € brutto pro Monat (Stand 2025, Vollzeit). Das entspricht einem Nettogehalt von ca. 2.700–2.900 € je nach Steuerklasse und Krankenkasse.

Branche Ø Brutto / Monat Ø Netto (Kl. I)
IT / Software5.800 €ca. 3.500 €
Ingenieurwesen5.200 €ca. 3.150 €
Finanzwesen / Banken4.900 €ca. 2.980 €
Handel / Vertrieb3.400 €ca. 2.200 €
Pflege / Soziales3.100 €ca. 2.020 €
Gastronomie / Hotel2.400 €ca. 1.620 €

Warum unterscheiden sich Brutto und Netto so stark?

Viele Arbeitnehmer sind überrascht, wie groß der Unterschied zwischen ihrem vereinbarten Bruttogehalt und dem tatsächlich ausgezahlten Nettolohn ist. Bei einem Bruttogehalt von 3.500 € landen je nach Steuerklasse oft nur 2.100–2.400 € auf dem Konto. Das klingt zunächst erschreckend viel — doch der Unterschied hat klare Ursachen und ist gesetzlich geregelt.

Die größten Abzüge sind die Lohnsteuer sowie die vier Sozialversicherungsbeiträge: Krankenversicherung, Rentenversicherung, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung. Diese werden direkt vom Arbeitgeber einbehalten und ans Finanzamt bzw. die Sozialversicherungsträger abgeführt. Der Arbeitnehmer sieht auf seiner Lohnabrechnung nur den bereits einbehaltenen Nettobetrag.

Positiv daran: Viele dieser Abzüge sind Investitionen in die eigene Absicherung. Die Rentenversicherung baut Rentenansprüche auf, die Krankenversicherung sichert medizinische Versorgung, und die Arbeitslosenversicherung zahlt im Falle eines Jobverlustes. Der Arbeitgeber trägt dabei in der Regel die Hälfte dieser Sozialabgaben — der Arbeitnehmer zahlt also nicht alles alleine.

Lohnabrechnung richtig lesen und verstehen

Jede monatliche Lohnabrechnung enthält detaillierte Informationen über alle Abzüge. Viele Arbeitnehmer schauen nur auf die Endsumme — dabei lohnt es sich, die Abrechnung genauer zu prüfen. Fehler beim Arbeitgeber können vorkommen und fallen sonst jahrelang nicht auf.

Auf der Lohnabrechnung finden Sie: das Bruttogehalt, alle steuerpflichtigen Zulagen und Sachbezüge, die einzelnen Sozialversicherungsbeiträge mit Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil, die einbehaltene Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag sowie — falls zutreffend — die Kirchensteuer. Am Ende steht das Nettogehalt, das tatsächlich überwiesen wird.

Besonders wichtig: Prüfen Sie Ihre eingetragene Steuerklasse und ob ggf. Freibeträge korrekt berücksichtigt werden. Ein falsch eingetragener Kinderfreibetrag oder eine veraltete Steuerklasse kann monatlich hunderte Euro Unterschied machen.

Minijob, Teilzeit oder Vollzeit: Was lohnt sich mehr?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten — sie hängt von der persönlichen Situation, dem Steuersatz und den Lebenshaltungskosten ab. Ein Minijob (bis 556 € / Monat ab 2025) ist für den Arbeitnehmer steuer- und sozialabgabenfrei, baut aber keine eigenen Rentenansprüche auf, sofern man sich nicht freiwillig einzahlt.

Bei Teilzeitbeschäftigung über der Minijob-Grenze gelten die normalen Abzüge. Wer als Ehepartner in Steuerklasse V eingestuft ist und wenig verdient, behält nach Abzügen oft erschreckend wenig netto — manchmal lohnt ein Wechsel der Steuerklassenkombination erheblich mehr als eine Gehaltserhöhung.

Vollzeitbeschäftigte profitieren von der Progression: Wer mehr verdient, zahlt zwar einen höheren Grenzsteuersatz — aber das Nettogehalt steigt absolut dennoch mit jedem Euro Bruttoerhöhung. Unser Netto Brutto Rechner zeigt Ihnen genau, wie viel von einer Gehaltserhöhung tatsächlich bei Ihnen ankommt.

Solidaritätszuschlag 2026: Wer zahlt noch?

Der Solidaritätszuschlag wurde ab 2021 für rund 90 % der Steuerzahler abgeschafft. Dennoch zahlen ihn bestimmte Gruppen weiterhin. Wer ein zu versteuerndes Jahreseinkommen über der Freigrenze hat — 2026 liegt diese bei rund 18.130 € Einkommensteuer pro Jahr — zahlt auf den übersteigenden Anteil weiterhin Soli. Das betrifft vor allem Besserverdienende mit einem Jahresbrutto von rund 75.000 € und mehr.

Der Soli-Satz beträgt weiterhin 5,5 % der Einkommensteuer. Wer beispielsweise 12.000 € Lohnsteuer pro Jahr zahlt, liegt unter der Grenze und ist vom Soli befreit. Wer hingegen 25.000 € Lohnsteuer zahlt, zahlt auf den Betrag über der Freigrenze zusätzlich 5,5 % Soli. Unser Rechner berücksichtigt den Solidaritätszuschlag automatisch bei der Nettoberechnung.

Kirchensteuer kommt noch hinzu, wenn der Arbeitnehmer einer kirchensteuererhebenden Gemeinschaft angehört. Sie beträgt je nach Bundesland 8 % (Bayern, Baden-Württemberg) oder 9 % der Lohnsteuer. Auch sie wird direkt vom Arbeitgeber einbehalten und abgeführt — für viele ein unsichtbarer, aber spürbarer Abzug auf dem Gehaltszettel.

Private Krankenversicherung vs. gesetzliche: Der Netto-Unterschied

Die Wahl zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung hat erhebliche Auswirkungen auf das monatliche Nettogehalt. Gesetzlich Versicherte zahlen einen einkommensabhängigen Beitrag — 2026 liegt der allgemeine Beitragssatz bei 14,6 % plus kassenbezogener Zusatzbeitrag (durchschnittlich ca. 2,5 %), also gesamt rund 16,5 %. Der Arbeitnehmeranteil liegt bei ca. 8,2 % des Bruttolohns, begrenzt auf die Beitragsbemessungsgrenze von ca. 5.512 € monatlich.

Privatversicherte zahlen einen festen Beitrag unabhängig vom Einkommen. Bei niedrigen bis mittleren Gehältern ist die PKV oft teurer als die GKV. Bei hohen Gehältern kann die PKV deutlich günstiger sein — ein 35-jähriger Single mit 7.000 € Brutto zahlt in der GKV rund 452 € Arbeitnehmeranteil, in der PKV möglicherweise nur 350–400 €. Unser Netto Brutto Rechner erlaubt es, zwischen GKV und PKV zu wählen und den PKV-Beitrag manuell einzugeben — so sehen Sie den genauen Nettoeffekt Ihrer Krankenversicherungswahl.

Ein oft übersehener Aspekt: Wer in die PKV wechselt, muss im Alter die vollen Beiträge selbst tragen — ohne Arbeitgeberzuschuss auf den Gesamtbeitrag. Im Ruhestand können PKV-Beiträge schnell 600–900 € monatlich betragen. Das sollte bei der langfristigen Finanzplanung berücksichtigt werden.

Jahresbonus und Sonderzahlungen: Wie werden sie besteuert?

Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Leistungsboni und andere Sonderzahlungen werden in Deutschland steuerlich als reguläres Einkommen behandelt. Sie sind voll lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig — werden aber oft in einem einzigen Monat ausgezahlt, was den Steuersatz in diesem Monat stark erhöhen kann. Der Arbeitgeber berechnet die Lohnsteuer so, als würde man diesen erhöhten Betrag jeden Monat verdienen, was zu einem höheren Steuersatz führt. Die Jahressteuererklärung gleicht das am Ende wieder aus.

Einige Sonderzahlungen sind jedoch steuerfrei oder steuerbegünstigt. Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sind bis zu bestimmten Grenzen steuerfrei. Sachbezüge bis 50 € monatlich sind steuer- und sozialabgabenfrei. Arbeitgeberzuschüsse zur Kinderbetreuung in einer Kita sind in unbegrenzter Höhe steuerfrei, sofern sie zusätzlich zum Gehalt gezahlt werden.

Besonders relevant für Arbeitnehmer mit variablem Einkommen: Bei der Elterngeldberechnung zählen Sonderzahlungen im Bemessungszeitraum mit — ein hoher Bonus kurz vor der Geburt erhöht also das Elterngeld. Umgekehrt senkt ein Wechsel in Teilzeit vor der Geburt die Bemessungsgrundlage. Es lohnt sich, diese Zusammenhänge bei der Familienplanung zu berücksichtigen.

Lohnabrechnung verstehen: Was steht wirklich drauf?

Jede monatliche Lohnabrechnung enthält eine Fülle an Informationen — doch viele Arbeitnehmer schauen nur auf die Endzeile. Dabei lohnt sich ein genauer Blick, denn Fehler beim Arbeitgeber können vorkommen und fallen manchmal jahrelang nicht auf. Prüfen Sie zunächst, ob Ihre Steuerklasse korrekt eingetragen ist. Ein falsch hinterlegter Kinderfreibetrag oder eine veraltete Steuerklasse nach der Heirat kann monatlich 100–300 € Unterschied machen.

Auf der Abrechnung finden Sie außerdem den genauen Zusatzbeitrag Ihrer Krankenkasse. Dieser variiert zwischen den gesetzlichen Kassen erheblich — von ca. 1,5 % bis 3,0 % — und kann einen Wechsel zu einer günstigeren Kasse lohnenswert machen. Bei 4.000 € Brutto entspricht 1 % Beitragsunterschied rund 20 € netto mehr im Monat, also 240 € im Jahr.

Ebenfalls auf der Abrechnung: Der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung, den Sie als Arbeitnehmer nicht direkt sehen, der aber Ihr tatsächliches „Gesamtvergütungspaket" ausmacht. Bei 4.000 € Brutto trägt der Arbeitgeber rund 800 € zusätzliche Sozialabgaben — die tatsächlichen Kosten des Arbeitgebers für Ihre Stelle liegen also bei rund 4.800 €. Das ist wichtig zu wissen, wenn Sie Ihr Gehalt mit dem eines Selbstständigen vergleichen, der alle Abgaben alleine trägt.

Weitere kostenlose Rechner
👶
Elterngeld Rechner 2026
Basiselterngeld & ElterngeldPlus berechnen
💼
Abfindungsrechner 2026
Abfindung & Steuer schnell ermitteln
🏠
Immobilien Nebenkosten
Kaufnebenkosten für jedes Bundesland